
Bäume im Landschaftsschutzgebiet müssen Flutmauer weichen
Obwohl zumindest ein Teil der Bäume erhalten werden sollte, fielen in Dresden-Mickten alle und damit knapp 50 Bäume und Sträucher der Kettensäge zum Opfer. Grund ist der Neubau einer Hochwasserschutzanlage mit Flutmauer und Deichanlage. Dabei stand im Planfeststellungsverfahren, dass "der Baumbestand (...) möglichst zu erhalten und vor Beschädigung zu schützen" sei.
GRÜNEN-Stadträtin Andrea Schubert kritisierte den Umgang mit dem wertvollen Baumbestand, der teils über einhundert Jahre alt war. Es wird nicht nur das Landschaftsbild, sondern auch auch das Stadtbild erheblich zerstört. Auch Anwohner waren schockiert, als sie vor vollendete Tatsachen gesetzt worden waren.
Die Landestalsperrenverwaltung habe sich dafür verpflichtet, im Umkreis der betroffenen Kötzschenbrodaer Straße und der Böcklinstraße mehr neue Bäume zu pflanzen und andere "Ausgleichsmaßnahmen" vorzunehmen als bislang geplant war.
Noch am Abend des 18.2. protestierten 40 Anwohner gegen die Abholzung. Auch Eva Jähnigen, grüne Landtags- und Stadtratsabgeordnete, war vor Ort.

