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3. April 2014

Baumfällungen in Dresden nehmen drastisch zu


Die GRÜNE-Stadtfraktion erreichen in letzter Zeit verstärkt Anfragen von besorgten Bürgerinnen und Bürgern, warum so viel gefällt und so wenig (oder an entfernten Orten) nachgepflanzt wird.

Andrea Schubert, umweltpolitische Sprecherin der GRÜNEN im Dresdner Stadtrat, fragte bei der Stadt nach. Die Antwort zeigt ganz deutlich: Die zunehmenden Berichte von Baumfällungen sind keine subjektiven Wahrnehmungen. Während 2009 laut dem Straßenbaumkonzept noch ca. 350 Bäume jährlich gefällt wurden, waren es 2013 schon 741. Meist wird dabei auf Aspekte der „Verkehrssicherung“ hingewiesen.

Für Andrea Schubert ist dies kein Argument und angesichts der großen Anzahl von Bäumen nicht nachvollziehbar. Sie kritisiert die steigende Zahl der Baumfällungen trotz der vorausgesagten und bereits eingetretenen Klimaveränderungen. "Anstatt im Zweifel der Verkehrssicherung sofort zu fällen, muss intensiver mit baumschonenden Methoden geprüft werden. Ein gutes Stadtklima hängt ganz entscheidend von genügend Stadtgrün ab und insbesondere von großen Altbäumen, die wesentlich mehr für die Lebensqualität und Gesundheit in der Stadt leisten als Nachpflanzungen!“, so Schubert.

Bereits die teilweise Außerkraftsetzung der kommunalen Gehölzschutzsatzungen durch die Änderung des Sächsischen Naturschutzgesetzes hat nach 2010 zu starken Einbußen an Stadtgrün geführt. Die Stadt sollte mit allen verfügbaren Mitteln dieser Entwicklung auf ihren Flächen entgegensteuern, so Andrea Schubert.
Baumfällungen im Stadtgebiet werden unter www.baummassaker-dresden.de dokumentiert und können von Bürgerinnen und Bürgern auch eingesendet werden.


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