
Der Einsatz hat sich gelohnt - Rund 900 Einwände gegen neue Baumsatzung
Eigentlich wollte die Stadt Dresden noch vor der Kommunalwahl am 7. Juni eine neue Gehölzschutzsatzung einführen. Danach dürften künftig Bäume bis 80 Zentimeter Umfang in 1,30 Meter Höhe ohne Extra-Genehmigung gefällt werden. Bislang liegt die Grenze bei 30 Zentimetern. GRÜNE und Umweltverbände riefen zum Protest auf, weil sie einen Grün-Verlust ohne Gleichen fürchten.
Der Aufruf wirkte. Bis Mitte April erreichten die Abteilung Stadtökologie im Rathaus zirka 900 Anmerkungen von Bürgerinnen und Bürgern zur geplanten Änderungen. Diese Resonanz hätte die Stadtökologie nicht erwartet. Nach einer ersten Sichtung wurde deutlich: Rund zwei Drittel der Einwände richten sich gegen die geplante Änderung der Baumschutzsatzung.
Der geplante Änderungstermin der Satzung musste verschoben werden. Bis Ende Juni ist jetzt Zeit, alle Einwände zu bearbeitet. Diese gehen dann in die entsprechenden Ausschüsse und zum Schluss werden sie dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt. Der kann also frühestens Ende Juni über die Gehölzschutzsatzung entscheiden.
Dann sind die Stadtratswahlen bereits gelaufen und wir werden alle sehen, wie ernst es CDU und FDP mit ihrer neu entdeckten Liebe zur Natur in der Stadt ist oder ob ihnen ein paar Blumenkübel als Deko ausreichen. Dann können wir nur noch hoffen, dass die Grünen gestärkt aus dem Kommunalwahlkampf hervorgegangen sind, und sich dieser Gesetzesänderung in den Weg stellen können.

