
Eva Jähnigen kritisiert Informationspolitik bei Baumfällung auf Kötzschenbrodaer Straße in Dresden
Die Dresdner Landtagsabgeordnete Eva Jähnigen (GRÜNE) begrüßt Klarstellungen des Umweltministeriums zu den Baumfällungen an der Kötzschenbrodaer Straße in Dresden. Umweltministers Frank Kupfer hatte sich über ihre Pressearbeit beschwert.
"Wer wie sie, Herr Minister, undurchsichtige Informationen streut, sollte sich über die Folgen nicht beschweren", antwortet die die GRÜNE-Abgeordnete auf die Vorhaltungen des Ministers (Sächs. Zeitung, Ausgabe Dresden).
"Ich begrüße ausdrücklich, dass Umweltminister Kupfer nun klargestellt hat, dass nur drei der 32 gefällten Bäume krank waren und die Baumfällungen insgesamt durch die Hochwasserschutzmauer begründet worden sind."
"Das bestätigt meinen Verdacht, dass die Erhaltungsauflagen der Landesdirektion im Planfeststellungsbeschluss für die 32 Bäume von vornherein eine Fehlplanung und damit Makulatur waren", so Jähnigen.
"Die Hochwasserschutzmauer hätte also von vornherein wie von der Dresdner Stadtverwaltung gefordert, zum Erhalt der Bäume verschoben werden müssen. Das hatte die Landesdirektion aber auf Betreiben der Landestalsperrenverwaltung abgelehnt."
"Der Umweltminister hätte meine Frage in der Landtagssitzung so klar beantworten können, wie seine Mitarbeiter es im Nachhinein offenbar getan haben", kritisiert Jähnigen.
In der Fragestunde am 11. 3. führte der Minister Kupfer aus, dass die zuständige Landestalsperrenverwaltung mit dem Planfeststellungsantrag die Fällung von 15 Bäumen <<aus technischen Gründen>> beantragt habe.
<<Die 17 weiteren Fällungen ergaben sich im Zuge der Ausführungsplanungen.>> (…) <<Das Baumgutachten forderte für drei Bäume eine Fällung auf Grund ihres schlechten Zustandes. Fünf Bäume mussten gefällt werden, da durch zu bauende Binnenentwässerung der Wurzelraum stark beeinträchtigt wird. Für weitere neun Bäume waren die Erhaltungsprognosen auch bei maximalem Erhaltungsaufwand nach Absprache mit dem Grünflächenamt so schlecht, dass eine Fällung mit entsprechenden Ersatzpflanzungen vereinbart wurde. (…)>> (alles Zitate Kupfer)
Frau Jähnigen zog daraus den Schluss, dass sich zwölf Bäume in mehr oder weniger schlechtem Zustand befunden hätten. Ihre sofortige Nachfrage nach der Dokumentation dieses Zustandes, konnte der Minister nicht beantworten.

