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23. Mai 2011

GRÜNE informiert über Rodungen auf Deichen im Leipziger Auenwald


Gisela Kallenbach, umweltpolitische Sprecherin der GRÜNEN-Landtagsfraktion, und Markus Kellermann vom Umweltverband Ökolöwe radelten mit ca. 30 Bürgern an mittlerweile kahlen Deichen im Leipziger Auenwald entlang. Der Grund: Angeblich mussten tausende von Bäumen aus Sicherheitsgründen gerodet werden. Dies bezweifeln die Naturschützer und wollen über die unnötige Rodung auf und hinter den Deichen informieren.

Auf Empfehlung der Landestalsperrenverwaltung wurden die Bäume nach dem Frühjahrshochwasser 2011 gefällt. Es hieß, die Wurzeln könnten die Deiche schwächen. Außerdem sollte Platz für Bagger geschaffen werden, mit deren Hilfe im Hochwasserfall die Deiche verstärkt werden sollen. Doch wie die Bagger durch den Auenwald ohne Anfahrtsstraßen bis zu den Deichen kommen sollen, bleibt ein Rätsel. "Aus Furcht vor einem neuen Hochwasser seien jedoch einfach alle Bäume gefällt worden, ohne die einzelnen Abschnitte genau zu untersuchen", erklärt Kellermann. "Da wurden stur die Pläne abgearbeitet."

"Wir müssen weiter über die Rodungen informieren, damit sich die Bürger und Stadträte für die Weiterentwicklung des Hochwasserschutzkonzeptes engagieren", sagt Kallenbach. Zudem müssten die Umweltschutzverbände in Zukunft stärker in die Entscheidungsprozesse einbezogen werden. "Denn die sind in diesem Fall überhaupt nicht gefragt worden." Für Kellermann haben nun die Bäume Priorität, die als Ausgleich gepflanzt werden sollen. "Wir müssen sicherstellen, dass sie direkt hinter der Burgaue eingesetzt werden, damit der Auenwald auch davon profitiert."


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