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8. März 2010

Seltene Pyramidenpappeln in Mügeln offenbar grundlos gefällt


Foto: Sven Bartsch

Bernhard Sommer von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und Barbara Scheller vom grünen Kreisverband Torgau-Oschatz besichtigten am 7. März den Gaudlitzer Weg in Mügeln. Hier standen noch wenige Tage zuvor zwei seltene Pyramidenpappeln, die bis zu 300 Jahre alt werden können. Wenn man sie denn das Alter erreichen lässt...

Die beiden Bäume, von denen nun nur noch die Stümpfe stehen, wurden von der Agrargenossenschaft Naundorf-Niedergoseln ohne schriftliche Genehmigung der Stadtverwaltung Mügeln gefällt. Es gab lediglich ein Telefonat zwischen dem Vorstandsvorsitzenden der Agrargenossenschaft und dem Bürgermeister Gotthard Deuse (FDP), der ihm daraufhin leichtfertig eine mündliche Genehmigung erteilte. Zu dieser Zeit war das Amt des Ordnungsamtsleiters der Stadtverwaltung nicht besetzt.

Die Begründung, es habe sich um morsche Bäume gehandelt, von denen für Spaziergänger eine Gefährdung ausgegangen sei, halten Sommer und Scheller für falsch. Bei ihrer Besichtigung vor Ort fanden sie keinen Hinweis auf krankes bzw. morsches Holz an den verbliebenen Stümpfen.


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