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17. Februar 2010

Stadtverwaltung betreibt Kahlschlag in Hilbersdorf (Chemnitz) - Anwohner sind schockiert


In Hilbersdorf entlang des Hohlwegs werden noch bis Ende dieser Woche Bäume gefällt. Die Stadtverwaltung verweist darauf, dass in regelmäßigen Abständen eine Holzernte vorgenommen werde und rechtfertigt die bislang gefällten Birken, Eichen und Buchen. Insgesamt sollen 40 Kubikmeter Holz zusammenkommen.

Die Anwohner kritisieren einen "Kahlschlag", weil sie im Sommer nun nicht länger einen schattigen Hohlweg nutzen können, stattdessen nur noch an Stümpfen, die an Bäume erinnern, entlanggehen müssen. Sie kündigten an, eine Bürgerinitiative zu gründen, die sich zum Ziel setzt, die von der Stadt vorzunehmende Ersatzpflanzung zu überwachen.

Petra Zais, Vorsitzende der Stadtfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, kritisiert die Baumfällungen ohne Rücksicht auf den bestehenden Altbestand an Bäumen und bezweifelt die mit der Verkehrssicherung begründete Maßnahme. "Vielmehr werden hier scheinbar gesunde Bäume gefällt, um die entsprechenden Fällzahlen in der Stadt Chemnitz zu erreichen", so Zais. Darüber hinaus hält sie die Bäume für einen Teil eines schützenswertes Biotops, das nach dem sächsischen Naturschutzgesetz nicht angetastet werden dürfe. Die Stadtverwaltung hält dagegen und erklärt die Bäume entlang des Hohlwegs für ein Rudiment des Zeisigwaldes, auf den das sächsische Waldgesetz und weder die Baumschutzsatzung noch das Naturschutzgesetz angewendet werden müsse.

Die Leittragenden dieses Begriffswirrwarrs sind mal wieder die Bäume und die Anwohner.

 

 


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