
Weinskeaue – Landestalsperrenverwaltung darf keine Bäume mehr fällen!

Bäume auf einem Deich (bei Riesa). Die Landestalsperrenverwaltung will solche Bilder am liebsten nicht mehr sehen.
Elsnig. Zwischen Oktober 2008 bis Februar 2009 fielen den Maßnahmen der Deichunterhaltung ca. 40 Bäume zum Opfer, darunter waren auch drei gesunde über hundertjährige Eichen. Die Fällungen hatten einen Sturm der Entrüstung ausgelöst und wurden daraufhin vorläufig eingestellt. Um das weitere Vorgehen zu prüfen, trafen sich Ende Mai rund 50 Bürger, Vertreter des BUND und des NABU, der Landestalsperrenverwaltung sowie der Beigeordnete und Umweltdezernent des Landratsamtes Nordsachsen.
Ergebnisse des Treffens war, dass die für Herbst vorgesehene Fällung von 60 Bäumen nicht stattfindet wird. Bevor weitere Maßnahmen zur Sanierung der Deiche in der Weinskeaue durchgeführt werden, sollen die Träger der öffentlichen Belange (die Gemeinden, Naturschutzverbände und Bürger) im Rahmen eines Planfeststellungsverfahrens angehört werden.
BUND-Vorsitzende Karin Noak ist erleichtert, dass nun Bereitschaft für Kompromisse zu erkennen ist. Andererseits sieht sich die Umweltschützerin auch in Ihrem Eindruck bestätigt, "dass viele Bäume noch stehen könnten, wenn die Planung auf der Grundlage realer Gefährdungspotenziale erfolgt und Ermessensspielräume genutzt worden wären."
